Die Küche von Fodom ist eine bewusste Küche, einfach aber wertvoll, bestehend aus geschickten Kunstgriffen, die garantierten, dass nichts von dem Wenigen, was vorhanden war, verschwendet wurde. Sogar der Weltenbummler und Kostliebhaber Giosué Carducci hat die Forellen aus dieser Gegend besungen.
Die bekanntesten Gerichte sind: Balote (Speck-, Spinat-, Käse- oder Leberknödel, die mit Ragout, in Brühe oder mit Salat gereicht werden), Panicia (eine Graupensuppe mit geräucherter Schweinshaxe), Casunciei (halbmondförmige Ravioli, gefüllt mit Kürbis, Ricotta und geschmolzener Butter. Manchmal findet man sie auch mit Spinat, Kartoffeln oder wilden Kräutern gefüllt), Tircle (kreisförmige Nudeln mit Kraut oder Spinat gefüllt und in heißem Öl frittiert), Foiadine Conciade (Tagliatelle aus Hartweizen), Foiadine da Lat (sehr dünne Tagliatelle), Fortaie (in Öl frittierte Pasta). Auch die Auswahl an Desserts ist im Gebiet von Fodom groß: Canifli (Schmalzgebackenes, das man mit Glühwein serviert) oder Crafons (Schmalzgebackenes aus Weizen- und Roggenmehl mit Kreuzkümmelkörnern, ein typisches Festgebäck).
Schließlich dürfen die aromatisierten Schnäpse nicht fehlen: Grappa mit Kreuzkümmel, Latschenkiefer, Wacholder, Blaubeeren oder Walderdbeeren.
Die Käsereiprodukte sind eines der Wahrzeichen der Gegend: Fodom, Renaz und Contrin (diese Käse werden ausschließlich in der Käserei von Livinallongo hergestellt) sowie Cherz. Darüber hinaus produziert man frischen und geräucherten Ricotta, Butter, Schiz (einen typischen Käse aus Belluno), frische Caciotta und Caciotta mit Schnittlauch.